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8 der besten Wanderziele in Tansania

Wanderführer

Die besten Wanderziele in Tansania zeigen die reiche Geschichte, kulturelle Vielfalt und beeindruckende natürliche Schönheit des Landes. Hier, im Herzen Afrikas und Heimat einiger der beliebtesten Safari-Destinationen der Welt, können Besucher die Natur in ihrer spektakulärsten Form erleben.

Und doch besitzen so außergewöhnliche Orte wie der Kilimandscharo, die Serengeti, der Lake-Manyara-Nationalpark oder Sansibar noch immer eine magische Qualität, die dem flüchtigen Betrachter oft verborgen bleibt. Jedes Jahr reisen Millionen Besucher zu diesen berühmten Orten und haben sie oft schon nach einem kurzen Eindruck als „gesehen“ abgehakt, ohne die wahre Tiefe zu entdecken.

Wandern ist jedoch die zweitbeste Art, Tansania nach einer Safari zu erleben. Auf den Wanderwegen können Besucher Schritt für Schritt die unberührte Natur und die landschaftliche Schönheit des Landes wirklich erfassen. Dieses mystische Land mit seinen unberührten Nationalparks, sich über Hügel erstreckenden Kaffeeplantagen und Bergpfaden mit atemberaubenden Ausblicken lässt sich am besten zu Fuß erkunden.

Egal, ob du ein erfahrener Wanderer in Topform bist oder gemütliche Spaziergänge durch Wälder bevorzugst – in Tansania gibt es für jeden die passende Wanderroute. Dieser kurze Leitfaden stellt die beliebtesten Wanderwege vor und bietet Fitness-Empfehlungen sowie hilfreiche Tipps, um Tansania in deinem eigenen Tempo zu entdecken.

Mount Kilimanjaro

Der Kilimandscharo braucht keine Einführung – er steht auf fast jeder Bucket List von Trekking-Enthusiasten. Sieben offizielle Routen führen zum Uhuru Peak auf dem Gipfel des Kilimandscharo, der beeindruckende 19.341 Fuß (5.895 Meter) über dem Meeresspiegel liegt und der höchste Berg Afrikas ist.

Die meisten dieser Routen sind körperlich anspruchsvoll, besonders für Anfänger, wobei einige schwieriger sind als andere. Bereits am ersten Tag haben Wanderer gute Chancen, den Schwarz-weißen Stummelaffen zu sehen. Und während die abgelegeneren Routen weiter ansteigen, begegnet man oft auch größeren Wildtieren wie Elefanten, Antilopen und Büffeln.

Die Wege führen durch Mais- und Kartoffelfelder, anschließend durch bewaldete Gebiete und schließlich durch hochalpine Wälder bis zum Gipfel. Dabei bieten sie einige der klarsten Ausblicke auf den majestätisch vor uns aufragenden Berg.

Es ist nur du und die Natur – ohne Ablenkung, mit Zeit und Raum, die ruhige, unberührte Schönheit der Berglandschaft in vollen Zügen zu genießen. Besonders geeignet ist die Besteigung für Reisende, die ein paar zusätzliche Tage zur Höhenanpassung einplanen können, da dies die Chancen, den Gipfel zu erreichen, deutlich erhöht. Lies unseren Blog über Trekking am Kilimandscharo für weitere Informationen.

Mount Meru

Der Kilimandscharo ist nicht das einzige Wanderziel in Tansania. Es gibt noch weitere ebenso spektakuläre Orte zum Wandern – zum Beispiel den Mount Meru.

Als zweithöchster Berg Tansanias (und fünfthöchster in Afrika) erhebt sich der Mount Meru auf 14.980 Fuß (ca. 4.566 Meter). Er liegt 43 Meilen westlich des Kilimandscharo und ist praktisch von überall in Arusha sichtbar.

Der Mount Meru hat nur einen einzigen Aufstiegsweg. Am Fuß des Berges beginnt im üppigen Grün des Arusha-Nationalpark eine deutlich zugänglichere Wanderroute als die des Kilimandscharo, die etwa 3–5 Tage dauert. Diese Besteigung hilft Wanderern, sich an größere Höhen zu gewöhnen, weshalb viele den Mount Meru als Trainingsberg für den Kilimandscharo nutzen.

Der Startpunkt ist das Momella Gate im Park, etwa eine Stunde Fahrt von Arusha entfernt. Zunächst werden die Trekking-Genehmigungen abgeholt, danach durchquert man offene Graslandschaften, wo man mit etwas Glück mächtige Tiere wie Büffel und Warzenschweine in ihrer natürlichen Umgebung sieht.

Nach dem Überqueren des Ngara Nanyuki Rivers gelangt man in ein Waldgebiet, das seltene, farbenfrohe Vogelarten und Stummelaffen beheimatet. Der erste Wandertag endet an der Miriakamba Hut, wo übernachtet wird.

Am zweiten Tag führt die Route zur Saddle Hut. Die Strecke ist kürzer, aber deutlich anspruchsvoller. Beim Aufstieg durchquert man immer dichtere Waldzonen, steile Hänge und erreicht schließlich den Elephant Ridge. Nach einigen weiteren Stunden erreicht man die Saddle Hut. Tipp: Früh starten, gegen Mittag ankommen, dort zu Mittag essen und am späten Nachmittag den nahegelegenen Little Meru besuchen – für einen ersten Blick auf die umliegende Berglandschaft im Abendlicht.

Am dritten Tag beginnt der Aufstieg noch vor Sonnenaufgang in Richtung Rhino Point. Von dort führt ein schmaler Grat bis zum Gipfel. Achtung: Bei Frost oder starkem Wind sollte der Grat nicht überquert werden – Rücksprache mit dem lokalen Guide ist unbedingt erforderlich.

Die Aussicht vom Gipfel ist einfach spektakulär: Vor dir erhebt sich der mächtige Kilimandscharo wie ein gewaltiges Naturdenkmal über dem Tal. Und sobald du dich von diesem Erlebnis lösen kannst, beginnt der Abstieg zurück ins Tal.

Mount Meru

Ol Doinyo Lengai

Der Ol Doinyo Lengai ist ein wahr gewordener Traum für Abenteurer. Er liegt mitten im Maasai-Land und gilt als heilig – die Maasai nennen ihn den „Berg Gottes“. Dieser aktive Vulkan kann unberechenbar sein, obwohl er ungefähr alle sieben Jahre relativ regelmäßig ausbricht.

Umgeben vom Kilimandscharo, dem Großen Grabenbruch (Great Rift Valley), dem Ngorongoro-Schutzgebiet und dem Ökosystem der Serengeti erhebt sich sein Gipfel auf 3.188 Meter über dem Meeresspiegel.

Sein jüngster Ausbruch schleuderte Asche- und Rauchwolken hoch in die Atmosphäre, die sich bis zu 11 Meilen in Windrichtung ausbreiteten. Besonders einzigartig ist seine silbrig schimmernde Lava, die aus reinem Natriumkarbonatit besteht und nahezu kein Silizium enthält. Dadurch ist die Lava deutlich kühler als gewöhnlich (nur bis etwa 540 °C).

Der Aufstieg zum Gipfel kann sehr anspruchsvoll sein. Man sollte körperlich und mental auf eine zweitägige Wanderung in extremer Hitze und über steile, lose Geröllhänge vorbereitet sein. Doch für begeisterte Wanderer lohnt sich die Anstrengung: Die Aussicht vom Gipfel ist spektakulär. Man sieht den Vulkankrater im Zentrum, die weiten Ebenen der Serengeti vor sich und in der Ferne den Kilimandscharo.

Und wenn noch Energie und Abenteuerlust vorhanden sind, kann man sogar über den Kraterboden wandern, bevor es wieder hinab in die Ebene geht.

Die Great-Rift-Valley-Trekkingroute

Das Große Grabenbruch-Tal (Great Rift Valley) ist ein weiteres Wunder Tansanias, das man am besten zu Fuß erkundet. Im Laufe der Jahre ist es zu einem Favoriten für abenteuerlustige Reisende geworden, da es seltene Eindrücke bietet, die mit keinem anderen Ort der Welt vergleichbar sind. Das Tal erstreckt sich von Libanon bis Mosambik und birgt entlang seiner Ausdehnung unerforschte Geheimnisse, die nur darauf warten, von Entdeckern aufgedeckt zu werden. Hier erwarten dich atemberaubende Ausblicke auf Vulkane, die helle Lava ausstoßen, ruhige Sodaseen mit rötlicher Färbung und die Stille gigantischer Krater.

Diese Route liegt im Norden Tansanias und beginnt am Empakai-Krater im Ngorongoro-Hochland. Von dort führt der Weg weiter nach Norden durch das Great Rift Valley bis zum Lake Natron. Die erste Station ist das Empakai Camp, wo man den Blick auf den Krater genießen kann. Nach der Übernachtung geht es weiter zum Leonotis Camp. Auf dem Weg passiert man mehrere wunderschöne Maasai-Dörfer, während man durch das Maasai-Land reist. Das Leonotis Camp liegt am Rand des Grabenbruchs, wo man einen kristallklaren Blick auf den sternenreichen Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung hat. Die Wanderung dauert etwa 2 Tage und ist gut zu bewältigen.


Die Great-Rift-Valley-Trekkingroute

Auf den Spuren der Menschheit

Diese Route führt dich auf eine Reise durch die Zeit. Du erlebst, wie sich der moderne Mensch über Millionen Jahre aus frühen Hominiden entwickelt hat. Zuerst siehst du relativ junge Fußspuren von Hominiden nahe dem Lake Natron. Danach hältst du am Olduvai-Schlucht (Olduvai Gorge), wo Fossilienfunde zeigen, wie sich unsere Vorfahren vor Millionen von Jahren entwickelt haben. Diese Route führt dich zu historischen Stätten, die bis zu 250 Millionen Jahre Erdgeschichte umfassen.

Auf deiner Reise besuchst du die Gregorian Rift Valley, die Sanjan Gorge und beendest die Trekkingtour in der Olduvai-Schlucht. Die Route und die Camps sind so gestaltet, dass die Reise zu einem einzigartigen Erlebnis wird. Bereite dich darauf vor, beeindruckende, fast unberührte Landschaften zu fotografieren – vollkommen frei von moderner Zivilisation. Diese Trekkingtour dauert etwa 4–5 Tage, je nach gewählten Stopps.


Tageswanderung im Rift Valley

Diese Option eignet sich perfekt, wenn du keine Zeit für eine mehrtägige Trekkingtour hast, aber dennoch die spektakulären Ausblicke genießen möchtest. Die Wanderung beginnt meist vor Sonnenaufgang nahe der Wand des Great Rift Valley. Danach steigst du zu Fuß die Steilwand des Grabens hinauf, bis du rechtzeitig zum Sonnenaufgang die Ngare Sero Schlucht erreichst, um den beeindruckenden Blick über den Horizont zu genießen.

Wir empfehlen ein Picknick mitzunehmen, denn dies ist einer der besten Orte der Welt, um das Frühstück mit Blick auf die weiten Ebenen zu genießen.

Entdecke Tansanias beste Wanderziele

Tansanias unvergleichliche natürliche Schönheit und vielfältigen Landschaften machen das Land zu einem Paradies für Wanderliebhaber, die Abenteuer und Entdeckung suchen. Ob du die ikonischen Höhen des Kilimandscharo erklimmst, die malerischen Wege des Ngorongoro-Hochlands erkundest, die versteckten Schätze der Usambara-Berge entdeckst oder an Walking Safaris im Ruaha-Nationalpark teilnimmst – das Land bietet eine Vielzahl an Wandererlebnissen für jedes Erfahrungslevel.

Also pack deine Tasche, schnüre deine Wanderschuhe und begib dich auf eine Reise, bei der du Tansanias Schönheit Schritt für Schritt entdeckst.